Die deutsche Metalmusik hat auch international viel Beachtung gefunden. Auch Stars aus anderen Ländern kommen gerne auf Festivals in der Bundesrepublik. Und an denen fehlt es nicht: Metal-Musik hat sich fest als Genre etabliert und zieht zehntausende zu den Festivals an.

Dabei sind es nicht immer die Großstädte, die Metalfestivals ausrichten. Zwar haben Hamburg mit dem Elbriot und Köln mit dem Euroblast-Festival große Veranstaltungen. Daneben gibt es aber auch Konzerte in Schlotheim und Gardelegen.

Drehbare Bühne

Das Summer Breeze Open Air gibt es seit 1997. Das Festival findet im August auf der Ostalb statt. Es ist eines der großen Festivals in der Szene mit bis zu 40.000 Besuchern und dauert von Mittwoch bis Samstag. Zunächst hatte man die Bühne in Abtsgmünd aufgebaut, zog aber 2006 nach Dinkelsbühl um. Eine der Spezialitäten ist eine drehbare Bühne, die geteilt ist. Während eine Band spielt, kann auf dem anderen Teil die nächste Band schon aufbauen. Etwa 120 Bands kommen jedes Jahr, die meisten sind Metalbands aus Deutschland. einige kommen aber auch aus dem benachbarten Ausland. Wie die meisten Metalkonzerte findet das Festival auf einem freien Feld statt, die Fans können hier zelten. Hier spielten bereits Anthrax, Subway to Sally und Kreator.

Nordischer Weltuntergang in Lichtenfels

Ein etwas spezielles Metalfestival ist das Ragnarök-Festival in Lichtenfels. Es hat sich dem skandinavischen Metal und der Pagan-, Folk-, Viking- und Black-Metal-Musik verschrieben. Es ist eines der wenigen Festivals, die in einer Halle stattfinden. Der Name bedeutet in der nordischen Mythologie „Weltuntergang“, und entsprechend düster ist auch die Musik. Es kommen etwa 5.000 Besucher, weil es aber ein sehr spezielles Festival ist, reisen sie aus der ganzen Welt an. Manche nehmen sogar den weiten Weg von Mexiko auf sich, um in Lichtenfels dabei zu sein. Insgesamt spielen auf den zwei Bühnen dreißig Künstler, verteilt auf den Freitag und Samstag nach Ostern.